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Belgischer Brocken

Bei dem Belgischen Brocken handelt es sich um einen Naturstein, der als Schleif- bzw. Abziehstein verwendet wird.

Die Geschichte des Belgischen Brocken

Der Belgische Brocken wird nachweislich seit 1625 in den belgischen Ardennen abgebaut. Bis heute ist dieses Vorkommen weltweit einzigartig. Seit über 480 Millionen Jahren sind in den graugelben Sedimentgestein aus vulkanischer Asche und Tonen eine Anhäufung von feinster Granate eingelagert. Die besonderen Merkmale die sich hierbei ergeben sind Härte und Rundung der Körner und führen zu außerordentlichen Schärfeigenschaften. Es gibt zwei Arten, den gelben Brocken Coticule und den blauen Brocken, De Blauwe Wetsteen.

Belgischer Brocken - Coticule

Der Corticule, gelber Brocken,  enhält 35-40% Granate. Da die dünnen Schichten hervorragende Qualität liefern, werden sie zur Stabilisierung mit einer Schieferlage verkittet. Die vielkantige Form wird als "Brocken" bezeichnet.

Belgischer Brocken - De Blauwe Wetsteen

Der blaue Brocken enthält 30% Granate und ist  sehr langlebig. Dieser hochwertige Schleifstein hat eine blau-graue Farbe, welche von Eisenoxyd herbeigeführt wird. Ein Vorteil des blauen Brockens liegt darin, dass die vorkommenden Schichten in Stärken von 15 bis zu teilweise 30 cm verwertet und daraus große Banksteine geschnitten werden können. Beim gelben Brocken hingegen sind es gewöhnlich nur wenige Millimeter.

Belgischer Brocken - Anwendung

Vor Gebrauch wird der Schleifstein mit Wasser befeuchtet und bildet beim Schleifen eine dünne Schleifpaste. Beim Schleifen wird der an der Schneide entstandene Grat entfernt und diese poliert. Die Klinge reibt über die mit Wasser befeuchtete Oberfläche des Belgischen Brockens und hierbei treten die Granate hervor, lösen sich aus dem Muttergestein und bilden so mit dem Wasser einen dünnen Brei, die sogenannte Schleifpaste. Durch die Rundungen der Granate werden feine Späne vom Metall abgetragen. Die Härte des Granats veruirsacht einen scharfen Abrieb, die runde Form der Granate sorgt für eine feine Politur. Nach dem Gebrauch wird der Schleifstein unter fließendem Wasser gereinigt und an der Luft an einem schattigen Platz getrocknet.